Das
Vokalensemble Vocappella Innsbruck wurde 1990 gegründet, musikalischer
Leiter ist Bernhard Sieberer. Die 20 Sängerinnen und Sänger haben sich zum
Ziel gesetzt, Vokalwerke aufzuführen, die sich besonders zum Musizieren in
kleiner Besetzung eignen und somit im üblichen Chorrepertoire kaum Platz
finden. So folgten nach szenischen Aufführungen einer Madrigalkomödie von
Adriano Banchieri zahlreiche Konzerte in Tirol und im Ausland, vorwiegend
mit geistlichen Werken, u.a. die Passionen, die Weihnachts- und die
Auferstehungshistorie sowie die „Musikalischen Exequien“ und die
„Sieben letzten Worte“ von Heinrich Schütz, Kantaten und Motetten von
M. A. Charpentier, J. S. Bach, Henry Purcell und Antonio Vivaldi,
Monteverdis „Marienvesper“ und in Zusammenarbeit mit dem Collegium
vocale Innsbruck die „Matthäuspassion“ von J. S. Bach und die „c-moll
Messe“ von Mozart. Zum weltlichen Repertoire des Ensembles zählen Lieder
von Mendelssohn, Schumann, Brahms, die Nocturnos von Mozart, Madrigale der
Innsbrucker Hofkapellmeister sowie Chormusik des 20. Jahrhunderts.
Unter
der Leitung von René Jacobs wirkte Vocappella im Rahmen der Innsbrucker
Festwochen szenisch in der Oper Solimano von Adolph Hasse und in der
vielumjubelten konzertanten Aufführung der Mozart-Oper Così fan tutte mit.
Zum Jubiläum „10 Jahre Vocappella“ wurde im November 2000 der Messias
von G. F. Händel in Meran und Innsbruck mit großem Erfolg aufgeführt.
Im
Laufe der Jahre entstanden mehrere CDs u.a. mit Musik von Tiroler
Barockkomponisten in Zusammenarbeit mit dem Tiroler Landesmuseum
Ferdinandeum und Mitschnitte der beiden Jubiläumskonzerte 2000
„Liebesseufzer und andere Renaissancelaute“ und „Der Messias“ von G.
F. Händel.
